-
Action People – Die integrative Band
Gesundheit durch Stärkung der Resilienz und Integration: Das Bandprojekt Action People aus München bringt seit 2017 Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrungen zusammen. Am 14. Dezember 2019 stehen sie beim Deutschen Rock & Pop Preis auf der Bühne.
-
Fachtagung in Hamburg: "Zufluchtsorte. Krieg – Flucht – Ankommen"
Menschen, die ihr Herkunftsland verlassen mussten, brauchen in ihrer neuen Umgebung Unterstützung und Begleitung. Welche Möglichkeiten Musiktherapie und Musikpädagogik dabei haben, war Gegenstand einer Tagung in Hamburg im September 2019. Eingeladen hatte das Institut für Musiktherapie der Hamburger Musikhochschule.
-
NRW Kultursekretariat: Qualifizierungsmaßnahme
Im Frühjahr 2018 startete in Bochum, Hagen und Unna ein Pilotprojekt für geflüchtete Musiker und Musikerinnen. In Workshops und Qualifizierungskursen wurden den Teilnehmer*innen wertvolle Tipps an die Hand gegeben, um sich als selbstständige Künstler*innen in Deutschland zurechtzufinden.
-
Landesmusikakademie NRW: Zertifikatslehrgang Musikpädagogik
Geflüchteten Musiker*innen und Menschen mit Migrationshintergrund eine professionelle Perspektive als Musikpädagogen zu bieten, ist das erklärte Ziel eines Zertifikatslehrgangs der Landesmusikakademie NRW. Unterricht gibt es in den Fächern Musiklehre, -pädagogik und Selbstmanagement; die Lehrenden kommen von Musikschulen und Musikhochschulen.
-
Open Piano for Refugees: Musik in öffentlichen Räumen
Alle dürfen spielen, alle dürfen zuhören: Unter dem Schlagwort „Open Piano for Refugees“ werden seit 2016 frei zugängliche Klaviere an öffentlichen Orten abgestellt und laden in deutschen und österreichischen Innenstädten zum Musizieren ein. Mit den gesammelten Spenden wird das soziale Musikinstitut DoReMi finanziert.
-
InterSchool: Interkulturelle Musik und Lernen
Im Schuljahr 2017/18 haben Absolventen*innen der Popakademie Baden-Württemberg an fünf Mannheimer Grundschulen Musikworkshops zur Sprachförderung durchgeführt. Unter dem Titel „InterSchool – Integration, Interkulturelle Musik und Schule“ haben die Musiker*innen insbesondere Kinder mit Fluchterfahrungen dabei unterstützt, eigene Songs zu entwickeln und so auch die deutsche Sprache spielerisch zu erlernen.
-
Roaches: Integrativer Weltrock aus Syrien
Rock, Jazz, Akustikfolk, Rap und traditionelle Musik aus Syrien: Was sich zunächst wie eine beliebige Aufzählung von Musikstilen liest, wird bei der Düsseldorfer Band „Roaches“ zusammengeführt. Im Frühjahr 2018 hat sich die fünfköpfige Gruppe gegründet und rockt seitdem die lokalen Konzertbühnen.
-
Zein alabddin Mohieddin: Erste Hilfe Musik
Als Zein alabddin Mohieddin 2015 nach München kam, stand er buchstäblich vor dem Nichts. Der 18-jährige Syrer war mit seiner Mutter, dem kleinen Bruder und einem Koffer Habseligkeiten nach Deutschland geflohen. In der Flüchtlingsunterkunft durfte er zunächst keine Schule besuchen. Hier hatte er viel zu viel Zeit, um sich an die Schrecken zu erinnern, die ihm vor seiner Flucht in Aleppo widerfahren sind. Eine musikalische Privatinitiative gab ihm neue Impulse.
-
Hamburger Konservatorium: Willkommenskultur statt Ausgrenzung
Am Hamburger Konservatorium werden seit über 100 Jahren Musiker und Musikerinnen, Laien und Profis ausgebildet. Seit Januar 2015 findet der Unterricht jedoch nicht mehr nur unter den Dächern des Konservatoriums statt, sondern auch in Hamburger Flüchtlingsunterkünften. Unter dem Titel „Willkommenskultur statt Ausgrenzung – gemeinsam musizieren“ führen dort professionell ausgebildete Dozent*innen soziokulturelle Projekte mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen durch.
-
Banda Internationale: Heimatmusik neu interpretiert
Vorurteile abbauen und Verständigung fördern – dies ist das Ziel der Banda Internationale, einem fast 20-köpfigen Kollektiv mit Musikern aus Syrien, Palästina, Iran und dem Irak. Hervorgegangen ist das Projekt aus der Dresdner Blaskapelle Banda Comunale um den Klarinettisten Michal Tomaszewski, unmittelbar beeinflusst von den gesellschaftlichen Entwicklungen in der sächsischen Hauptstadt: „Die PEGIDA-Demos in Dresden haben viele von uns schockiert. Wir haben dann beschlossen, uns lautstark dagegenzustellen."
-
Bridges – Musik verbindet: Kommunizieren mit Musik
Die interkulturelle Musikinitiative „Bridges – Musik verbindet“ aus Frankfurt am Main bringt geflüchtete und beheimatete Profimusiker*innen zusammen. Ziel ist ein musikalischer Dialog, der durch die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Musiker*innen geprägt ist. Im Jahr 2017 haben die acht Ensembles der Initiative über 100 Konzerte gespielt.
-
No Border: Rap grenzenlos in Düsseldorf
Solidarität, Respekt und Toleranz stehen im Zentrum der Initiative „No border – future me“. Ziel ist es, junge Flüchtlinge aus der Isolation zu holen, ihre Geschichten zu erzählen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, willkommen zu sein – am Ende vielleicht sogar als fester Teil der Düsseldorfer Musikszene.
-
Zuflucht Kultur: Dialog abseits der Sprache
Krieg. Flucht. Neubeginn: Cornelia Lanz und ihr Stuttgarter Verein „Zuflucht Kultur“ setzen sich seit 2014 auf der Opernbühne mit dramatischen Themen auseinander. Das Angebot richtet sich an politisch, physisch oder psychisch Verfolgte und an Menschen, deren Lebensgrundlage durch Krieg und Verfolgung bedroht ist. „Zuflucht Kultur“ möchte mit musikalischen Mitteln eine Brücke zwischen den Kulturen schlagen und Geflüchteten eine Plattform für ihre Kreativität geben.
-
PianoArt: Musikstipendien für Kinder mit Fluchterfahrungen
Katja und Konrad Bihler sind Musiker. Das Musizieren möchten sie auch an Kinder mit Fluchterfahrungen weitergeben, um ihnen den Start in Deutschland zu erleichtern. Seit dem Schuljahr 2015/16 unterrichten die Bihlers deshalb ehrenamtlich in ihrer Musikschule in Augsburg. Unterrichtsstipendien gibt es für die Fächer Klavier, Violine und Violoncello.
-
Unterwegs.Chor: Bewegtes Singen
Gemeinsam im Freien singen und musizieren, ohne dass die Sprache ein Hinderungsgrund ist: Das ist die Grundidee des Unterwegs.Chors Hildesheim. Seit 2016 lernen sich hier zugewanderte und einheimische Menschen kennen und singen zusammen Lieder aus den jeweiligen Heimatländern. Als Konzertbühne dient dabei die Hildesheimer Landschaft. Die Natur als offener Raum für neue Begegnungen zwischen Chor und Zuhörern.
-
Musiktherapie: Reflektiert, vernetzt, handlungsbereit
Unter den zahlreichen nach Deutschland Geflüchteten gibt es viele traumatisierte, unter psychischen Problemen leidende Menschen. Ihre seelischen Zustände können Musiktherapeuten positiv beeinflussen. Denn in einer fremdartigen Umgebung kann Musik ein Stück Heimat sein und Grenzen überwinden.
-
CampusAsyl: Singen mit Studierenden
Ende 2014 wurde an der Universität Regensburg der Verein CampusAsyl gegründet. Seitdem unterstützen mehrere hundert Freiwillige geflüchtete Menschen und kümmern sich um deren Integration. Ein Teil der Initiative konzentriert sich auf die musikalische Begegnung: Jede Woche trifft sich eine Gruppe in der Regensburger Erstaufnahmeeinrichtung zum gemeinsamen Musizieren.
-
MitMachMusik e. V. – Musik als neue Heimat
In Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete gibt es neben dem Sprachunterricht oft nur wenig Angebote für Kinder und Jugendliche. Der gemeinnützige Verein MitMachMusik e.V. organisiert in Berlin und Potsdam Gruppenunterricht, um etwas Abwechslung in den Unterkunftsalltag zu bringen. Professionelle Musikpädagogen musizieren und singen zweimal pro Woche mit den geflüchteten Kindern.
-
Stiftung Kulturpalast Hamburg: International Music Education
Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes Welcome können geflüchtete Musiker*innen seit Oktober 2017 an einer 18-monatigen Qualifizierung teilnehmen. Das Modellprojekt von der Stiftung Kultur Palast Hamburg soll musikalische Früherziehung von Kindern mit Sprachförderung und kultureller Kompetenz verbinden. Dafür lernen die Teilnehmer den pädagogischen Arbeitsalltag in Kitas kennen und entwickeln gemeinsam mit Kolleg*innen Methoden für eine internationale Musikpädagogik.
-
Welcome Board: Servicepoint für ankommende Musik
In den Jahren 2016 und 2017 wurden im Land Niedersachsen über 100.000 Asylanträge gestellt. Für die zahlreichen Musiker unter den Antragstellern haben das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die Musikland Niedersachsen gGmbH im Sommer 2016 die Initiative „Welcome Board“ gestartet. Das Projekt bietet praktische Unterstützung bei der Suche nach Instrumenten, Proberäumen und Auftrittsmöglichkeiten.
-
alSarah: Singen als soziokulturelles Projekt
Das arabische Wort „alfarah“ bedeutet Freude. In Anlehnung daran hat die Gesangspädagogin Sarah Neumann im April 2016 in Marbach den interkulturellen alSarah-Chor gegründet. Hier können Einheimische zusammen mit Geflüchteten die Freude des gemeinsamen Singens teilen.