„Zusammenhalt in Vielfalt“ – 15 Thesen zu kultureller Integration
Unter dem Titel „Zusammenhalt in Vielfalt“ präsentiert die Initiative kulturelle Integration 15 Thesen zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und zur Bedeutung, die Kultur in diesem Zusammenhang einnimmt.
„Zusammenhalt in Vielfalt“ – 15 Thesen der Initiative kulturelle Integration
Im Mai 2017 hat die Initiative kulturelle Integration 15 Thesen zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Bedeutung, die Kultur in diesem Zusammenhang einnimmt, veröffentlicht. Die Mitglieder der Initiative – ein Bündnis aus Zivilgesellschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Sozialpartnern, Medien, Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden – möchten damit eine breite gesellschaftliche Diskussion in Gang bringen und machen sich für eine weltoffene Gesellschaft und für gemeinsame europäische Werte stark.
Quelle: http://kulturelle-integration.de
Dokumentation: „Zusammenhalt in Vielfalt“
Mit ihren 15 Thesen hat die Initiative kulturelle Integration 2017 eine gesellschaftliche Diskussion zu Fragen des Zusammenlebens angestoßen. Die vorliegende Dokumentation umfasst Text- und Redebeiträge von Monika Grütters, Thomas de Maizière, Thorben Albrecht, Aydan Özo?uz, Christian Höppner und Olaf Zimmermann, die den pluralistischen Ansatz der Initiative unterstreichen.
Quelle: http://kulturelle-integration.de
Positionspapiere und Stellungnahmen
Welchen Zielen, Werten und Absichten folgen musikalische Angebote für Geflüchtete? Eine Auswahl wichtiger Positionspapiere und Stellungnahmen zur (musik)kulturellen Integrationsarbeit nennt wesentliche Aspekte.
Resolution des Deutschen Musikrats: „Willkommen in Deutschland: Musik macht Heimat! Von der Willkommens- zur Integrationskultur“
Die Mitglieder des Deutschen Musikrats (DMR) haben auf ihrer Mitgliederversammlung im Oktober 2015 in Berlin die Resolution „Willkommen in Deutschland: Musik macht Heimat! Von der Willkommens- zur Integrationskultur“ verabschiedet. Die Unterzeichner betonen die zentrale Rolle der Musik, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich werden lässt und Kommunikation auf einer nicht sprachlichen Ebene in einzigartiger Weise ermöglicht. Auf der Zweibahnstraße des Verstehens des jeweils Anderen solle der Förderung von musikalischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen daher ein besonderer Stellenwert eingeräumt werden.
Quelle: www.musikrat.de
2. Berliner Appell - Wer das Eigene nicht kennt, kann das Andere nicht erkennen
Am 10. Juli 2006 wurde Bundespräsident Horst Köhler der 2. Berliner Appell des Deutschen Musikrats (DMR) zum interkulturellen Dialog übergeben. Das Papier ist das Ergebnis eines Kongresses, in dessen Rahmen über 200 Experten aus Politik, Kultur und Wirtschaft Vorschläge für eine bessere Verständigung der Kulturen diskutiert haben.
Quelle: www.musikrat.deInterview mit dem Generalsekretär des Deutschen Musikrats: "Die Hefe im Teig"
Wie kann Kultur den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken? Im Interview spricht Theresa Brüheim mit Christian Höppner über die Rolle, die Kultur und Musik für einen gesellschaftlichen Entwicklungsprozess einnehmen, in dem sowohl das Eigene wie auch das Fremde und Neue zur Geltung gelangen können.
Quelle: http://kulturelle-integration.de
Forderungskatalog des Deutschen Musikrats „Fuck you 1Falt. Musikalische Vielfalt ermöglichen und nutzbar machen“
Das Präsidium des Deutschen Musikrats hat am 5. Dezember 2016 einstimmig den Forderungskatalog „Fuck you 1Falt. Musikalische Vielfalt ermöglichen und nutzbar machen“ verabschiedet. Mit dem Forderungskatalog reagiert der Deutsche Musikrat auf die aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und fordert, dass die Musikalische Vielfalt für die gesellschaftliche Fortentwicklung stärker im öffentlichen und politischen Bewusstsein verankert wird. Das Positionspapier richtet sich mit sechs Kernforderungen an den Deutschen Bundestag, die Bundesregierung, den Bundesrat und die Dachvereinigungen der Kommunen und Länder.
Quelle: www.musikrat.dePositionspapier der Deutschen Chorjugend: Willkommenskultur im Chor
Anlässlich des Chorjugendtags 2016 in Frankfurt am Main hat die Deutsche Chorjugend (DCJ), der Bundesverband der Kinder- und Jugendchöre im Deutschen Chorverband, das Positionspapier „Willkommenskultur in der Deutschen Chorjugend. Voneinander lernen – miteinander leben“ erarbeitet. Darin bekräftigt der Verband seinen Beitrag zur Willkommenskultur in Deutschland und plädiert für Anpassungen in der Chorleiter- und Chormanagementausbildung im Hinblick auf die Themen Integration und Partizipation. In diesem Zusammenhang fordern die Unterzeichner, Mittel und Methoden zur Ansprache fremdsprachiger Bevölkerungskreise und bildungsferner Schichten stärker in den Fokus zu rücken und in die Chorarbeit zu integrieren.
Quelle: www.deutsche-chorjugend.de
VdM: Zur Integration von Flüchtlingen an Musikschulen
Welchen Beitrag können Musikschulen zu einer gelingenden Integration von Geflüchteten leisten? Dazu hat der Verband deutscher Musikschulen im September 2016 „Leitgedanken und Handlungsempfehlungen“ herausgegeben, die das integrative Potenzial von Musik als Mittel der Verständigung und Begegnung in den Vordergrund rückt. Die Stellungnahme basiert auf einem Papier des Verbands Bayerischer Sing- und Musikschulen.
Quelle: https://www.musikschulen.deBKJ: Recht auf Teilhabe geflüchteter Kinder und Jugendlicher umsetzen
In einer Stellungnahme zum Thema „Kulturelle Bildung in einer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft“ von Oktober 2015 fordert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (bkj) die umfassende Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Sie beschreibt die Verantwortung und den potenziellen Beitrag Kultureller Bildung – auch angesichts eines erforderlichen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozesses – und formuliert konkreten Handlungsbedarf.
Quelle: www.bkj.de„Zusammenhalt in Vielfalt“ – 15 Thesen der Initiative kulturelle Integration
Im Mai 2017 hat die Initiative kulturelle Integration 15 Thesen zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Bedeutung, die Kultur in diesem Zusammenhang einnimmt, veröffentlicht. Die Mitglieder der Initiative – ein Bündnis aus Zivilgesellschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Sozialpartnern, Medien, Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden – möchten damit eine breite gesellschaftliche Diskussion in Gang bringen und machen sich für eine weltoffene Gesellschaft und für gemeinsame europäische Werte stark.
Quelle: http://kulturelle-integration.de
Nationaler Aktionsplan Integration
Die Integrationsinitiativen des Bundes, der Länder, der Kommunen und der Bürgergesellschaft wurden erstmals 2007 mit dem Nationalen Integrationsplan (NIP) auf eine gemeinsame Grundlage gestellt. Um die Integrationspolitik in Deutschland noch verbindlicher zu gestalten, wurde der NIP im Jahr 2011 gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zum Nationalen Aktionsplan Integration (NAP-I) mit konkreten, verbindlichen und überprüfbaren Zielvorgaben weiterentwickelt. Zu den dafür entwickelten Maßnahmen der Bundesregierung gehört auch der Bereich Kultur.
Quelle: www.bundesregierung.deUNSECO-Konvention zur Kulturellen Vielfalt
Die UNESCO-Generalkonferenz hat am 20. Oktober 2005 die Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verabschiedet. Damit wurde eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage für das Recht aller Staaten auf eigenständige Kulturpolitik geschaffen. Kernstück des Übereinkommens ist das Recht eines jeden Staates, regulatorische und finanzielle Maßnahmen zu ergreifen, die darauf abzielen, die Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen auf seinem Staatsgebiet zu schützen. Deutschland hat die Konvention am 12. März 2007 ratifiziert.
Quelle: www.unesco.de
Wissenschaftliche Publikationen und empirische Studien
Auch kulturwissenschaftlich besitzt das Thema Geflüchtete inzwischen große Bedeutung. Dies zeigt eine Auswahl wissenschaftlicher Publikationen und empirischer Studien zu Musik und Integration. Die Rubrik Literatur nennt weitere Studien, die nicht online verfügbar sind.
Exil in der Bundesrepublik Deutschland. Bedingungen und Herausforderungen für Künstlerinnen und Künstler
Die Studie von Laura Lotte Lemmer und Jochen Oltmer (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück) bietet einen Überblick über die aktuellen Bedingungen und Herausforderungen des Exils von Künstler*innen in Deutschland. Im Vordergrund der von der Kulturstaatsministerin in Auftrag gegebenen Untersuchung stehen Arbeits- und Lebensbedingungen geflüchteter Künstler*innen sowie Förderstrukturen und -systeme. Grundlage bilden neben teilnehmenden Beobachtungen vor allem Interviews und Gespräche sowohl mit Kunstschaffenden − fünf der 13 Interviews wurden mit Musiker*innen geführt − als auch mit Fördereinrichtungen. Handlungsempfehlungen der interviewten Expert*innen werden systematisch zusammengefasst. Zudem bietet eine tabellarische Darstellung der vielfältigen Förderinstitutionen und -programme in Deutschland Übersicht über die fragmentierte Förderlandschaft.
Quelle: https://www.bundesregierung.deKunst in der Einwanderungsgesellschaft
Beiträge der Künste für das Zusammenleben in Vielfalt
Zum „UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ (21. Mai) haben die deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung die Studie „Kunst in der Einwanderungsgesellschaft“ vorgelegt. Sie widmet sich dem Zusammenhang von Kunst und Vielfalt sowie dem Beitrag von künstlerischen bzw. musikalischen Projekten für das Zusammenleben in der heterogenen Einwanderungsgesellschaft. Zwölf Fallstudien zu aktuellen Projekten vermitteln Hinweise auf verschiedene Faktoren, die für das Gelingen des Zusammenlebens in Vielfalt wichtig sind. Das Fazit der Autoren: Projekte, die für eine Kultur der vielfältigen Gesellschaft eintreten und auf Kommunikation sowie Interaktion setzen, können langfristig ein Bewusstsein für Deutschland als Einwanderungsland schaffen.
Quelle: https://www.unesco.deStudie der Bertelsmann-Stiftung: „Fördermittel in der Flüchtlingshilfe“
Im Februar 2018 hat die Bertelsmann-Stiftung die Studie „Fördermittel in der Flüchtlingshilfe“ veröffentlicht, die das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) in ihrem Auftrag erstellt hat. Die Ergebnisse zeigen, dass mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Flüchtlingsinitiativen keine zusätzlichen Mittel in Anspruch nehmen – trotz erhöhten Bedarfs. Die Gründe liegen häufig in formalen Hürden. Daher geben die Autoren der Studie auch Tipps für die zukünftige Arbeit von Geldgebern und Engagierten.
Quelle: www.bertelsmann-stiftung.deDeutscher Kulturrat: Interkulturelle Öffnung der Bundeskulturverbände
Der Deutsche Kulturrat hat 2010 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMDF) die interkulturelle Öffnung seiner Mitglieder untersucht. Das Fazit: Die Bundeskulturverbände befassen sich überdurchschnittlich mit dem Themenfeld „Integration und interkulturelle Bildung“. Insgesamt 62 Prozent aller Befragten erklärten, sich in Projekten, Veranstaltungen und in ihren Verbandspublikationen mit dem Themenkomplex auseinanderzusetzen.
Quelle: www.kulturrat.deErgebnisse der DMR-Umfrage „Willkommen in Deutschland: Musik macht Heimat“
Über den Zeitraum von einem Jahr führte der Deutsche Musikrat (DMR) unter seinen Mitgliedsverbänden eine Umfrage zum Thema „Geflüchtete im Musikland Deutschland“ durch, deren Ergebnisse Ende 2016 präsentiert wurden. Ziel der Umfrage war es, Informationen zu den vielfältigen Initiativen für Geflüchtete in Deutschland auf Kommunal- und Länderebene zu sammeln und diese in Politik und Medien zu vermitteln. Über 90 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten das Thema Geflüchtete bereits aufgegriffen und Konzerte, Musiktheater oder musikpädagogische Angebote in Begegnungen organisiert. Dabei erfuhren sie eine große Unterstützung u.a. durch ehrenamtliche Tätigkeit, Geld- und Sachspenden sowie öffentliche Mittel. Die Umfrage zeigt auch, dass an vielen Stellen noch weitere Unterstützung benötigt wird.
Quelle: www.musikrat.de
Tagungsband des Arbeitskreises Musik in der Jugend: Chormusik und Migrationsgesellschaft
Viele Einzelbeobachtungen sprechen dafür, dass Menschen mit Migrationshintergrund in der Chorlandschaft in Deutschland unterrepräsentiert sind. Von Oktober 2014 bis April 2016 hat sich der Arbeitskreis Musik in der Jugend in dem Forschungsprojekt „Chormusikkultur und Migrationsgesellschaft“ die Aufgabe gestellt, diese Fragen mit Hilfe von leitfadengestützten Interviews zu untersuchen. Dafür wurden bundesweit Leiterinnen und Leiter von Kinder- und Jugendchören sowie andere Expertinnen und Experten befragt. Teile der Untersuchungsergebnisse, die im Oktober 2015 auf einer Fachtagung in Kooperation mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel vorgestellt wurden, sind in einem von Karl Ermert herausgegebenen Tagungsband veröffentlicht worden.
Quelle: www.amj-musik.de
Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zur sozialen und politischen Partizipation von Zuwanderern
Viele Zuwanderer wissen das deutsche Vereinswesen zu schätzen und bringen sich aktiv ein. Jeder vierte Deutsche mit Migrationshintergrund und jeder fünfte in Deutschland lebende Ausländer ist Mitglied in einem deutschen Verein. Im Bereich Kultur/Kunst/Musik engagieren sich 15 Prozent der Deutschen mit Migrationshintergrund, bei den Befragten ohne deutsche Staatsangehörigkeit liegt der Anteil mit 25 Prozent sogar deutlich höher. Im Vergleich dazu sind 21 Prozent der Deutschen ohne Migrationshintergrund Mitglied in einem Kultur-/Kunst-/Musikverein. Dies ergibt eine empirische Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung von 2016, die sich mit der sozialen und politischen Partizipation von Migranten und Ausländern befasst.
Quelle: www.kas.de
Zentrum für Audience Development: Migranten als Publikum in öffentlichen deutschen Kulturinstitutionen
Das Zentrum für Audience Development am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin hat bereits 2009 eine systematische Untersuchung zum Thema „Migranten als Publikum in öffentlichen deutschen Kulturinstitutionen - Der aktuelle Status Quo aus Sicht der Angebotsseite“ vorgelegt. In einer repräsentativen, deutschlandweiten Umfrage wurde erstmalig erforscht, inwieweit deutsche Kulturinstitutionen (Museen, Gedenkstätten, Theater, Opernhäuser, Orchester) für die Ansprache von Personen mit Migrationshintergrund gesonderte Marketinginstrumente einsetzen und welche dieser Instrumente sich als besonders erfolgreich erwiesen haben.
Quelle: www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de
Transfer-Effekte und Wirkungen musikalischer Aktivitäten auf ausgewählte Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung
Ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung
Wie lässt sich Musik als Medium für Spracherwerb, Zugehörigkeit und Miteinander nutzen? Professor Dr. Heiner Gembris vom Institut für Begabungsforschung in der Musik an der Universität Paderborn hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die dazu bis Sommer 2015 erschienene Forschungsliteratur analysiert und stellt die Ergebnisse in einer Studie vor. Dabei weist er insbesondere den positiven Zusammenhang zwischen musikalischen Aktivitäten und Spracherwerb, aber auch die pro-sozialen Effekte gemeinsamen Musizierens nach. Zudem macht er auf den positiven Einfluss von Singen und Musizieren auf Wohlbefinden und Gesundheit aufmerksam.
Quelle: https://www.bertelsmann-stiftung.deDas 1. InterKulturBarometer – Zentrale Ergebnisse zum Thema Kunst, Kultur und Migration
Das 1. InterKulturBarometer des Zentrums für Kulturforschung ist im Frühjahr 2012 veröffentlicht worden. Es untersuchtedie Frage, welche Auswirkungen der Faktor Migration auf die Wahrnehmung und Gestaltung kultureller Prozesse hat. Im vorliegenden Dokument präsentiert die Autorin der Studie, Susanne Keuchel, eine Übersicht über die wichtigsten Erkenntnisse.
Quelle: www.kulturforschung.de